Clubfahrt zum 6-Stunden ADAC
 Ruhr-Pokal-Rennen am 04.08.2001


Frühmorgens brachen wir mit 2 Ford Transits, die jeweils mit 8 Personen besetzt waren, in Richtung Eifel auf. Ziel war der Nürburgring, auf dem an diesem Samstag das 6-Stunden-Rennen im Rahmen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft stattfand.

Erfreulicherweise waren viele Jugendliche mitgekommen, die auf diese Weise einmal in die Welt des Motorsports hineinschnuppern konnten. Beim Langstreckenpokal ist das besonders gut möglich. Als Besucher kann man in der Boxengasse und in den Boxen den Mechanikern hautnah bei der Arbeit zusehen. Sogar der Gang durch die Startaufstellung ist möglich. Dieses bleibt bei der Formel 1 nur den Promis und den Mechanikern vorbehalten.

Leider warf ein schwerer Rennunfall einen großen Schatten auf die Veranstaltung. Nach etwa 5 Stunden des Rennens verunglückte der an der 2. Position des Gesamtklassements fahrende Ulrich Richter auf seinem Manthey-Porsche tödlich. Am Ende der Döttinger Höhe im Bereich des Tiergartens touchierte er den Renault-Megane eines Mitkonkurrenten und schlug daraufhin mit  einem Tempo von ca. 290 km/h in die Leitplanken ein. Ulrich Richter war einer der erfahrensten Fahrer des Langstreckenpokals. Er gehörte des öfteren zu den Gesamtsiegern der Langstreckenveranstaltungen. Auf diese tragische Weise wird einem wieder verdeutlicht, dass unser Sport trotz erheblich verbesserter Sicherheitseinrichtungen mit Risiken verbunden ist.

An dem Rennen nahmen fast 200 Fahrzeuge teil. Reiz am Langstreckenpokal ist, dass das Starterfeld sehr gemischt ist. Vom seriennahen Mini-Cooper bis zur bärenstarken Chrysler-Viper mit ca 500 PS sind aktuelle und etwas betagtere Fahrzeuge am Start. Auch für Exoten, wie den Wiesmann Roadster oder die offenen Catherhams oder Donkervoorts gibt es ein Betätigungsfeld.

 

Das Wetter war der Veranstaltung nach anfänglichen Kapriolen wohlgesonnen. Hatte es beim Training und vor dem Rennen noch geregnet, hellte sich der Himmel pünktlich zur Startaufstellung wieder auf. Die Teams wechselten teilweise schon nach der ersten Runde wieder auf Trockenreifen.

Den Start haben wir uns auf der Tribüne am Castrol-S angeschaut. Danach ging es an die legendäre Nordschleife. Beginnend beim Schwedenkreuz wurden mehrere markante Punkte der "grünen Hölle" angesteuert.

Nach dem Rennabbruch ging es wieder zurück Richtung Venne. Am späten Abend trafen wir wieder in der Heimat ein.

Die Fahrt ist allgemein gut angekommen und sollte spätestens im nächsten Jahr noch einmal wiederholt werden. Wir wollen hoffen, dass das Rennen dann ohne schwere Unfälle über die Bühne geht und der Motorsport im Vordergrund steht.

Wer Interesse an einer solchen Fahrt hat, setzt sich bitte mit Rolf Marzian oder Torsten Lutte in Verbindung oder spricht dieses Thema mal bei einem Clubabend an.

Homepage der Langstreckenmeisterschaft: www.vln.de