Bericht des Wittlager Kreisblattes vom 31.05.2001

Der „Oldtimer-Bazillus“ hat wieder viele Schaulustige angesteckt

15. Internationale Historic Rallye des MSC Venne – Tour durch die Region

Venne (orf)
Fritz Heidemann aus Pr. Oldendorf war wieder die Nummer eins. Wer lange dabei ist und über reichlich Lebenserfahrung verfügt, kann schon mit gewissen „Privilegien“ rechnen. Der rüstige Rentner ging mit seiner Zündapp Z 200 (Baujahr 1928) in diesem Jahr wieder als Erster auf die rund 110 Kilometer lange Rundtour.

Insgesamt waren es mehr als 80 Oldtimer, PKW- und Motorräder, die bei der 15. Auflage der Historic-Rallye des Venner Motorsportclubs an den Start gingen. Ausgangspunkt der Fahrt durch reizvolle Landschaften zwischen Venne, Wallenhorst und Bramsche war der Hof Stuckwisch in Niewedde.
Doch bevor sich die Teilnehmer auf den Weg machten, hatten die Piloten und Zuschauer die Gelegenheit, sich im „Fahrerlager“ umzuschauen, „Benzingespräche“ zu führen, oder Anekdoten auszutauschen. Old- und Youngtimer boten ein prächtiges Bild. Seien es der liebevoll restaurierte Heinkel Roller, eine imposante Indian mit Seitenwagen, der kleine Fiat Tipolino (Mäuschen) oder der majestätische Horch Pulmann (Baujahr 1939), dessen Wert sich inzwischen dem eines modernen Einfamilienhauses angenähert haben dürfte. Viele Besucher bekamen geradezu feuchte Augen. Kein Wunder also, dass der „Oldtimer-Bazillus“ grassierte. Nach dem Motto „So einen Wagen wollte ich auch immer schon haben...“
Mittlerweile sind bei Veranstaltungen dieser Art immer häufiger Pkw und Motorräder aunzutreffen, die man bis vor wenigen Jahren kaum beachtet hat. Gebrauchsfahrzeuge eben. So zählte etwa die erste
Baureihe des Audi 80 aus den 70er Jahren zu den künftigen Klassikern.
Doch Oldtimer sind nicht nur zum Anschauen da. Die Vier- und Zweiräder sind schließlich gebaut worden, um sich fortzubewegen. Der MSC Venne bemüht sich seit Jahren erfolgreich, eine anspruchsvolle und attraktive Strecke anzubieten, die mit verschiedenen Wertungsprüfungen und Zeitkontrollen gespickt ist. Gefordert war unter anderem gleichmäßiges Fahren und punktgenaues Anhalten. Die erfolgreichsten Starter konnten dann am späten Nachmittag auf dem Hof Stuckwisch ihre Pokale entgegennehmen.
Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer um den MSC-Vorsitzenden Rolf Marzian, Reinhard Vennemann, Torsten Lutte. Eberhard Hengmith, Gerd-Jürgen Stuckwisch und all die anderes, die auf und neben der Strecke sowie an den Wertungsprüfungen für den reibungslosen Ablauf sorgten, wäre die Organisation einer solch großen Veranstaltung nicht vorstellbar. Der Dank der Oldtimerfrende aus der Region gilt daher diesem engagierten Team.